BDE: Ver.di sollte Tarifverhandlungen nicht unnötig belasten

30.01.2017

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. ist verwundert über jüngste Äußerungen von ver.di, wonach ver.di den Flächentarifvertrag in Frage stellen will.

BDE-Vizepräsident Oliver Gross: „Ver.di setzt die Gespräche unter enormen Druck. Solche Drohungen belasten die Tarifgespräche ohne Not und erleichtern es nicht, tragfähige Lösungen zu finden. Wir appellieren an ver.di, den konstruktiven Verhandlungsauftakt nicht ohne Not in Frage zu stellen.“

Gross, der zugleich auch Vorsitzender der Tarifkommission des BDE ist, wies darauf hin, dass ver.di der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde am 23.01. zum ersten Mal die Gewerkschaftsforderungen überhaupt im Detail erläutert habe. Gross: „Wir hatten vereinbart, dass wir den bunten Strauß an Forderungen erst mal mitnehmen und diese ab Februar dann verhandeln. Wir haben den Gesprächsverlauf der 1. Verhandlungsrunde konstruktiv und sachlich wahrgenommen. Es ist schade, dass ver.di noch vor Beginn der eigentlichen inhaltlichen Beratungen jetzt ein Zeitkorsett vorgibt, das im Lichte der Vielzahl der Gewerkschaftsforderungen nicht realistisch ist.“

Gross sagte weiter: „Der BDE ist an einem konstruktiven Austausch interessiert. Klar muss aber sein: Das Forderungspaket von ver.di ist sehr komplex. Ver.di will das Tarifgefüge grundsätzlich umbauen. Wir werden hier intensiv zu verhandeln haben. Ver.di kann nicht einerseits die gesamte Konstruktion des Entgelttarifvertrages in Frage stellen und gleichzeitig andererseits schon jetzt damit drohen, die Verhandlungen abzubrechen, wenn wir uns im Rahmen der 3. Runde im März noch nicht geeinigt haben sollten.“



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Leiter Kommunikation, Presse- und
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