Internationales Expertentreffen beim BDE



Am 28. und 29.01.2016 haben sich Vertreter von Umweltbehörden und der Industrie aus insgesamt 10 Mitgliedstaaten der EU beim BDE in Berlin zu einem Expertenaustausch getroffen über den veröffentlichten Entwurf des Waste Treatment BREF (zum WT BREF und dem Sevilla-Prozess siehe auch BDE-direkt Ausgabe 6/2016 [nur für Mitglieder]).

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Anforderungen, die zukünftig an Kompostierungsanlagen, Vergärungsanlagen und an mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlagen gestellt werden sollen. Dabei geht es vorrangig um Emissionen, die in die Luft, das Wasser oder den Boden eingetragen werden können. Darüber hinaus sieht das WT BREF auch allgemeine Anforderungen vor wie z. B. die Einführung eines Umweltmanagementsystems, ein Stoffstrommanagement, die Reduktion des Rohstoffverbrauchs, Energieeffizienzmaßnahmen, eine ordnungsgemäße Abfalllagerung und -handhabung.

In Deutschland existieren für viele dieser Anforderungen bereits Regelungen. Vor allem in der TA Luft, der 30. BImSchV und in Anhang 23 der AbwV sind Emissions- und Einleitergrenzwerte festgelegt, die von biologischen Abfallbehandlungsanlagen eingehalten werden müssen. Die Vorschläge des EIPPC-Büros in Sevilla gehen z. T. noch über das hinaus, was in Deutschland gefordert wird (z. B. neu: Grenzwerte für Schwefelwasserstoff oder Ammoniak, Wasserrückhaltesysteme auch für Anlagen/Prozesse, bei denen kein Wasser anfällt) und von ähnlichen Konflikten sind auch andere Mitgliedstaaten betroffen. Ein Austausch unter den Experten war/ist daher sehr wichtig, auch, um gemeinsame Positionen und Kompromissvorschläge zur Anpassung des WT BREF zu erarbeiten. Noch bis zum 18.03. 2016 besteht die Möglichkeit, das Entwurfsdokument zu kommentieren.

Vorsitzender

Aloys Oechtering

Aloys Oechtering

Ansprechpartnerin im BDE

Dr.-Ing. Annette Ochs

Dr.-Ing. Annette Ochs

Tel: +49 30 590 03 35-55

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