Abfallbilanz 2019: Abfallaufkommen stagniert, Gewerbeabfälle stark rückläufig

BDE begrüßt weitere Entkoppelung von Bruttoinlandsprodukt und Aufkommen von Gewerbeabfällen - Bruttoinlandsprodukt steigt bei sinkender Abfallmenge

04.06.2021

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. sieht in der Abfallbilanz 2019 Licht und Schatten, hebt positiv jedoch insbesondere die Entwicklung bei der Gewerbeabfallmenge hervor. Hier sank der Anteil um 8,1 Prozent.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt (Destatis) die vorläufige Abfallbilanz für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach lag das gesamte Abfallaufkommen in Deutschland bei relativ konstanten 416,5 Millionen Tonnen. Im Jahr 2018 hatte das Abfallaufkommen mit 417,2 Millionen Tonnen seinen bisherigen Höchststand erreicht. Den Spitzenplatz bei den Abfallarten halten weiterhin die Bau- und Abbruchabfälle mit 55,4 Prozent (230,9 Millionen Tonnen).

BDE-Präsident Peter Kurth: "Die Abfallbilanz 2019 zeigt deutlich, dass der Wirtschaft Abfallverminderung immer besser gelingt. Die heute vorgelegten Zahlen sind der Beweis für eine Entwicklung, die sich seit 2015 verstetigt. Seit mehr als fünf Jahren sinkt das Abfallaufkommen in Gewerbe und Produktion, obwohl das Bruttoinlandsprodukt steigt. Der Rückgang ist mit mehr als acht Prozent in diesem Jahr besonders stark. Hervorzuheben ist dabei auch, dass diese positiven Zahlen nicht Corona-bedingt sind. Diese Werte beziehen sich nicht auf Lockdown-Beschränkungen, die erst in 2020 griffen. Diese Entwicklung ist stattdessen oftmals die Folge einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Industrie und Entsorgern. Für unsere Mitglieder ist die gesamte Abfallhierarchie Richtschnur und die erste Stufe stellt die Abfallvermeidung dar.“

Kontakt

Bernhard Schodrowski

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit