Mautgebühren: BDE fordert Befreiung für Abfallsammelfahrzeuge

Im Zuge der Neujustierung des Bundesfernstraßenmautgesetzes fordert der BDE die mautfreie Fernstraßennutzung für Abfallsammelfahrzeuge.

03.05.2018

Im Zuge der Neujustierung des Bundesfernstraßenmautgesetzes fordert der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. die mautfreie Fernstraßennutzung für Abfallsammelfahrzeuge.

„Dass Abfallsammelfahrzeuge mautpflichtig sind, verschlechtert die Marktsituation für die Unternehmen der Entsorgungswirtschaft deutlich. Durch die flächendeckende Mautpflicht können selbst regionale Entsorger kaum noch auf gebührenfreie Bundesfernstraßen ausweichen“, warnt BDE-Präsident Peter Kurth. Die durch die Maut verursachten zusätzlichen Kosten sind für das rohstoffarme Deutschland ein klarer Nachteil. Kurth: „Die Fahrzeuge transportieren künftige Recyclingrohstoffe, die wettbewerbsfähig sein müssen. Mautgebühren bewirken offensichtlich das Gegenteil.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die neuen Mautsätze insbesondere auf umweltfreundliche Lkw abzielen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Fahrzeuge, die über modernste Technik zur Abgasnachbehandlung verfügen, mit deutlich höheren Mautsteigerungen belegt werden als ältere und umweltschädlichere Modelle. Insgesamt steht der Gesetzesentwurf einer modernen und wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft diametral entgegen“, betont Kurth.

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Bernhard Schodrowski

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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