Ein starker Verband für eine vielfältige Branche

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirt-
schaft e. V. wurde 1961 gegründet und ist der Branchenverband der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen des BDE repräsentieren 75 Prozent des privatwirtschaftlich erbrachten Umsatzes in den Wirtschaftszweigen „Abwasserentsorgung“, „Sammlung, Behandlung, Beseitigung und Recycling von Abfällen“ sowie „Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung“.

Die rund 750 Mitglieder des BDE bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft ab. Das reicht von der Erfassung über die Sortierung und Verwertung von Abfällen bis hin zum Einsatz der aus dem Recyclingprozess gewonnenen Rohstoffe und Produkte.

Kreislaufwirtschaft ist Rückgrat des Klima- und Ressourcenschutzes

Die Kreislaufwirtschaft spielt für den Klima- und Ressourcenschutz in Deutschland eine herausragende Rolle. So muss heute jede siebente Tonne der in Deutschland eingesetzten Rohstoffe nicht mehr importiert werden, weil Mitgliedsunternehmen des BDE Müll nicht als Abfall, sondern als Ressource begreifen. Damit ist Recycling inzwischen zur dritten tragenden Säule unserer Rohstoffversorgung geworden. Zudem steht die Branche für etwa ein Viertel der Gesamtminderung des CO2-Ausstoßes in Deutschland.

BDE-Mitgliedsunternehmen bieten Dienstleistungen in der Sammlung, Beförderung und Lagerung von Abfällen an. Sie recyceln Papier, Kunststoff, Glas, Altholz und Batterien sowie Elektroaltgeräte und Schrott. Sie bereiten Ersatzbrennstoffe (EBS) und mineralische Abfälle auf, verwerten Bioabfälle und sind in der Trink- und Brauchwasseraufbereitung tätig. Sie befördern, verwerten, behandeln und beseitigen Sonderabfälle und bieten Spezialdienstleistungen wie Industrie- und Schiffsreinigungen, Tierkörperbeseitigung und Datenträgervernichtung an.

BDE: Regional verwurzelt und international aufgestellt

Die tragende Säule des BDE ist der Mittelstand, der etwa 90 Prozent der Mitgliedschaft ausmacht. Die Branche ist geprägt von zumeist leistungsstarken und oft hochspezialisierte, regional verankerten Familienunternehmen. Aber auch die großen Unternehmen des Wirtschaftszweiges und deutsche Tochterunternehmen international tätiger Konzerne gehören dem BDE an.

Daneben gibt es im Verband fördernde Mitglieder aus dem Kreis sämtlicher für die Branche relevanter Dienstleister – vom Aufbauten- über den Fahrzeug- und Behälterhersteller bis zu IT-Spezialisten und Versicherern. BDE-Mitglieder arbeiten in 42 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Mitgliedschaft steht jedem interessierten Unternehmen der Branche offen.

Der Verband als Mittler zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik

Als Wirtschaftsverband arbeitet der BDE eng mit Regierungen und Parlamenten, Ministerien, Behörden, Ämtern, Parteien und Verbänden, Wirtschaftsvereinigungen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie anderen relevanten gesellschaftlichen Gruppierungen in Bund und Ländern zusammen. Seine inhaltlichen Stellungnahmen fließen in Gesetze und Verordnungen, technische Anleitungen und andere Regelwerke ein.

Der BDE beteiligt sich im Sinne seiner Mitglieder an den politischen Debatten mit dem Ziel, fachlich korrekte und pragmatische Wege zur Umsetzung zu finden. Dabei kann der BDE auf die Expertise von mehr als 500 Fachleuten aus Mitgliedsunternehmen aller Größen und Tätigkeitsfelder zurückgreifen, die sich ehrenamtlich in den Fachgremien des Verbandes engagieren.

Mitarbeit in Spitzen- und Fachverbänden stärkt die Interessenvertretung

Der BDE ist selbst Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Der Spitzenverband der Industrie und industrienahen Dienstleister repräsentiert die politischen Interessen von rund 100 000 Unternehmen mit gut acht Millionen Beschäftigten. Der BDE ist Mitglied im Präsidium des BDI und entsendet Experten aus den Mitgliedsunternehmen in dessen Ausschüsse, Arbeitskreise und Arbeitsgruppen.

Auch in die Normungsarbeit des DIN e.V., dem Deutsches Institut für Normung, ist der BDE eng eingebunden und arbeitet aktiv in dem für die Entsorgungswirtschaft zuständigen Fachgremium mit. Zudem entsendet der BDE Vertreter in die Fachausschüsse der zuständigen Berufsgenossenschaft BG Verkehr als dem gesetzlichen Unfallversicherer.

Europavertretung begleitet europäische Rechtsetzung

Eine starke Interessenvertretung in Brüssel ist wichtiger denn je. 80 Prozent der in Deutschland geltenden Umweltgesetze haben ihre Grundlage auf EU-Ebene.

Der BDE pflegt Kontakte zu den Gremien der Europäischen Union und versteht sich als Mittler zwischen den Interessen seiner Mitglieder und der europäischen Politik. Dafür besitzt der BDE als einziger Verband der Branche eine eigene Vertretung in Brüssel und ist zugleich Mitglied im europäischen Dachverband der privaten Entsorgungswirtschaft (FEAD). Der BDE ist die starke Stimme der Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft in der Europapolitik.

Best Practice NRW: Umweltwirtschaft überflügelt Schlüsselindustrien

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, sein Wachstum immer stärker an einer Umweltverträglichkeit auszurichten. Das bedeutet, den Verbrauch von Rohstoffen, Flächen und Energie sowie den Schadstoffausstoß kontinuierlich zu senken. 2009 legte die Bundesregierung ihren ersten Umweltwirtschaftsbericht vor, zwei Jahre später den zweiten. Bereits damals wurden rund 90 Prozent der Bauabfälle und 63 Prozent der Siedlungs- und Produktionsabfälle recycelt.

Mit Nordrhein-Westfalen veröffentlichte im Jahr 2015 erstmals ein Bundesland einen Umweltwirtschaftsbericht. Im größten und bevölkerungsreichsten Bundesland hat die Umweltwirtschaft demnach bereits eine höhere Bedeutung erlangt als die klassischen Schlüsselindustrien wie Maschinen- und Fahrzeugbau oder die Chemiewirtschaft. Die Unternehmen der Umweltwirtschaft NRW – darunter viele Mitglieder des BDE – beschäftigen mehr Arbeitnehmer als diese Branchen.

Regionalverbände für eine starke Interessenvertretung vor Ort

Der BDE ist in fünf Regionalverbände gegliedert, die zentral von Berlin aus geführt werden. Das sind:

  • Nord: Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern
  • West: Nordrhein-Westfalen
  • Ost: Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen
  • Mitte-West: Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen
  • Südwest: Baden-Württemberg

Seit 1973 nimmt der VBS, der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen, die Interessenvertretung der Branche im Freistaat Bayern wahr und ist mit dem BDE durch korporative Mitgliedschaft verbunden.

 
28.01.2016 | Download

Ein starker Verband für eine vielfältige Branche

Präsident

Peter Kurth

Peter Kurth

Tel: +49 30 590 03 35-10

E-Mail: kurth@bde.de