Klimaschutz durch Metallrecycling

Das Recycling von Metallen bietet große Potenziale für die Einsparung von CO2-Emissionen und Energie.

07.05.2020

Seit Jahren weisen Wissenschaftler in Studien auf das bisher zu wenig beachtete Potenzial der Kreislaufwirtschaft für den Klimaschutz hin. Ein besonders großes Potenzial findet sich beim Metallrecycling.

Durch die Aufbereitung von ausgedienten Geräten oder Autos, entstehen hochwertige Recyclingrohstoffe. Deren Qualität ist mit der von Primärrohstoffen vergleichbar, sodass die Industrie diese für die Herstellung ihrer Produkte verwenden und große Mengen an CO2-Emissionen und Energie einsparen kann.

Der Einsatz von einer Tonner recyceltem Aluminium spart beispielsweise, im Vergleich zur Produktion mit Primärrohstoffen, circa 95 Prozent der Energiemenge und bis zu 85 Prozent CO2-Emissionen ein. Dies ist ein großer Hebel für den Klimaerfolg.

Die deutsche Stahlindustrie spart bereits jetzt jährlich so viel CO2-Ausstoß durch Recycling ein, wie in Berlin jährlich freigesetzt wird.

Einsparpotenziale durch Metall-RecyclingDer halbe Bedarf an Kupfer in Deutschland wird bereits heute durch Recyclingrohstoffen bereitgestellt. 2018 betrug der Bedarf an Kupfer in Europa circa 3,6 Millionen Tonnen. Hieraus resultieren große Einsparungen in der CO2-Bilanz, da pro eingesetzter Tonne des Recyclingrohstoffs Kupfer 3,4 Tonnen CO2 eingespart werden können (im Vergleich zu der Herstellung von Kupfer aus Bauxit).

Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 62 Prozent und eine Reduzierung der benötigten Energie von 80 Prozent.

Eine abgestimmte Energie- und Klimapolitik ist essenziell damit die Energiewende gelingt, Klimaschutzziele erreicht werden können und Deutschland weiterhin Industriestandort bleiben kann. Hierfür benötigen wir Rahmenbedingungen, die es der deutschen Industrie ermöglichen, Unternehmen durch die Transformation zu führen, damit wir gemeinsam die gesetzten Energie- und Klimaziele erreichen.

Die rund 750 Mitglieder des BDE, welche die gesamte Wertschöpfungskette der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft abdecken, möchten die Potenziale der Branche heben und weiter zum Erreichen der Energie- und Klimaziele beitragen.

Kontakt

Timo Frahsa

Klima-, Energie- und Ressourcenpolitik, Metallrecycling

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