Energiewende

Keine Energiewende ohne Kreislaufwirtschaft

 

Die deutsche Kreislaufwirtschaft ist unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende, da Abfälle u. a. dazu genutzt werden können, Strom und Wärme zu erzeugen, ohne hierfür fossile Primärenergieträger einzusetzen.

 

Strom aus Biogas

 

Der Abfallbiomasse kommt dabei eine besondere Rolle zu. Laut einer aktuellen Erhebung des Umweltbundesamtes gab es im Jahr 2016 für Bio- und Grüngut 86 Vergärungsanlagen und für gewerbliche Bioabfälle 82 Anlagen. Aus diesen wurden 0,3 (Bio- und Grüngut) und 0,4 TWhel/a (gewerbliche Bioabfälle) an Strom erzeugt. Damit können 200.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. [1] Das Potenzial für 2030 wurde auf ein Vielfaches davon geschätzt.

 
Abfall als bedeutender Wärmelieferant

 

Auch aus Restabfall wird Strom und Wärme gewonnen. Aus den in Deutschland vorhandenen Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerken werden jährlich etwa 135 Petajoule an Energie exportiert (UBA 2018). Das entspricht etwa 1 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland. [2] Aber auch hier sind noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft.

 

In Heizkraft- und Fernheizwerken wird mittlerweile zu einem Drittel Abfall als Brennstoff eingesetzt. Seit 2011 ist dieser Energieträger bedeutender als Steinkohle und nach Gas der zweitwichtigste Wärmelieferant (siehe Abb.).

 

Was heißt Energiewende?

 

Als Energiewende wird der Umbruch von fossilen Energieträgern und der Kernenergie hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung durch erneuerbare Energien bezeichnet.


[1] Annahme: jährlicher Stromverbrauch pro Haushalt bei 3.500 kWh

[2] MVA 90 PJ/a, EBS 45 PJ/a; Primärenergieverbrauch in Deutschland von 12.900 PJ im Jahr 2018

 

Energiewende Bild

 

Infografik © BDE

 

 BDE-Standpunkt: Energiewende