Kunststoffstrategie der EU

Den Kreislauf wirklich schliessen


In der EU werden bereits viele Kunststoffe recycelt und zu neuen Rohstoffen aufbereitet. Zu oft mangelt es jedoch noch an der Nachfrage nach Rezyklaten, um diese in neue Produkte einzubringen. Der BDE fordert daher: Die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten muss entschieden gefördert werden!    Die Kunststoffstrategie der EU


Anfang 2018 hat die EU-Kommission die erste europaweite Strategie für Kunststoffe ver-öffentlicht. Die Vision der EU ist es, die Herstellung und Verwertung von Kunstoffen zukünftig so zu gestallten, dass Sie den größtmöglichen Nutzen für Mensch und Umwelt erfüllen. Zu den erklärten Zielen der EU gehören:

 

  • Recyclingfreundliches Design von Produkten
  • Eine Verstärkung der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten.
  • Bessere und flächendeckende Getrennterfassung und Sortierung von Kunststoffabfällen.
  • Verbesserung der Qualität von Kunststoffrezyklaten.
  • Fortschritte bei der Abfallvermeidung.
  • Eine effektive Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle.

 
Selbstverpflichtende Maßnahmen reichen nicht aus


Die EU hat im Rahmen der Kunststoffstrategie bereits viele Maßnahmen in die Wege geleitet. Die Einwegplastikrichtlinie legt erstmals den Einsatz eines Mindestanteils von Rezyklaten in PET Getränkebehältern von 35% fest. Dennoch fehlt es über die Einwegkunststoffrichtlinie hinaus an weiteren konkreten Maßnahmen, um den Einsatz von Kunststoffrezyklaten weiter zu fördern.

 

BDE-Position:

Um den Einsatz von Kunststoffrezyklaten zukünftig zu fördern bedarf es:

 

  • Weiterer verpflichtender Maßnahmen wie der in der Einwegplastikrichtlinie festgelegte Mindestanteil (Minimal content) an Rezyklaten. Dieser muss auf weitere Produktklassen ausgeweitet werden.
  • Eine nachhaltige Nachfrage von Seiten der öffentlichen Hand (Green Public Procurement). Als größter „Einkäufer“ kann der Staat die Nachfrage nach Produkten mit großem Anteil an Rezyklaten gezielt fördern.
  • Das Produktdesign muss auf die Aufnahme von Kunststoffrezyklaten ausgelegt werden und das Ökodesign von Produkten, die besonders recycelbar sind, muss stärker gefördert werden.